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Reiner Lanowski (Stimmkreis Würzburg-Land)

Partei: Die Linke

1 a) Welche (landes-)politischen Maßnahmen möchten Sie fortführen, welche initiieren, um Familien diese zentralen Ressourcen zur Verfügung zu stellen?
Ein grosser Teil der Zeit umfasst die Arbeitszeit. Position der Partei Die Linke. ist eine Vereinbarkeit der Arbeit mit der Familie.
Auch gehört hierzu eine aktive Arbeitsmarkt-Politik, um Menschen die Möglichkeit zu geben mit Zuversicht und Zukunftssicherheit eine
Familie zu gründen und sie zu ernähren.
Hierzu gehört auch die integration von Erwerbslosen in die Gesellschaft, statt Sie durch Armut auszugrenzen. Dieses bezieht sich auch
auf die zunehmende Altersarmut.
Auch ist eine vernünftige, der Entwicklung unseres Landes angemessene Bildungspolitik zu leisten. Das heißt insbesondere weg von dem
3-gliedrigen Schulsystem hin zu einer integrativen Schule mit einer Ganztagsbetreuungsmöglichkeit.

1 b) Das richtige Verhältnis von innerfamiliärer Erziehung und außerfamiliärer Unterstützung oder Intervention ist nicht immer leicht zu finden. Was gehört Ihrer Ansicht nach verlässlich in die Familie, wo ist Unterstützung von außen angebracht oder notwendig?
Die Orientierung in der Gesellschaft kann nur durch die Familie geschehen. Hierzu ist eine Sicherung des Einkommens und Existenz
während der Erziehungszeiten dringend nötig. Intervention ist dann nötig, wenn Anzeichen von Mißbrauch und Mißhandlung erkennbar sind.

Ich frage mich an dieser Stelle, wie unsere Eltern es geschafft haben, unsere Generation ohne 'Intervention' durch Institutionen im
heutigen Ausmaß groß zu ziehen.

2 a) Was verstehen Sie unter dem Begriff „Wahlfreiheit für Eltern“?
Unter Wahlfreiheit wird oftmals verstanden wie Betreuung von Kindern von Statten gehen könnte. Diese Wahlfreiheit existiert aber nicht:
Die meisten Familien sind auf das Einkommen von beiden Erziehungsberechtigten angewiesen.
Wahlfreiheit hiesse an dieser Stelle für mich, das einkommenstechnisch ein Elternteil sich ganztägig um die Kindererziehung und Betreuung
kümmern kann und optionale Angebote wie TiTas, KiGas, Kinderkrippen, oder eben für ältere Kinder Hort oder Ganztagsbetreuungsangebote zur
Verfügung ständen. Dies ist zur Zeit eine Illusion.

2 b) Welche (landes-)politischen Maßnahmen, die sich nicht auf Umverteilungen im Familienetat beschränken, halten Sie für realistisch und geeignet, diese Wahlfreiheit zu stärken?
Die Finanzierung o.g. alternativ Angebote. Die Einkommen sind nur bedingt durch den Landtag steuerbar.

3 a) Welche Maßnahmen der Bildungspolitik befürworten Sie, um den „Bildungsdruck“ unter dem Eltern nach Aussage der Studie „Eltern unter Druck“ der Konrad-Adenauer-Stiftung stehen, zu mindern?
Als Möglichkeiten sehe ich integrative Schulkonzepte, die keine Selektion nach der 4. Klasse, sondern erst bei erreichen/nicht erreichen
eines Abschlusses vornehmen. Damit entfällt zumindest der Druck in der Grundschule. Durch bessere Ausbildung der Lehrkräfte und mehr
Personal an den Schulen kann auch eine bessere Unterstützung von schwächeren Schülern erfolgen.

3 b) Wie stehen Sie zu den Studiengebühren? Müssen sich Eltern darauf einstellen, künftig noch stärker an der Finanzierung des Bildungssystems beteiligt zu werden?
Die Linke. lehnt Studiengebühren an dt. Hochschulen kategorisch ab.