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260.000 Postkarten für die Rentenreform an Abgeordnete geschickt

Über eine Viertel Million Postkarten zur Forderung einer Rentenreform: Das war die Zwischenbilanz beim Spitzentreffen des Rentenbündnisses der katholischen Verbände am 13. November. Zwei Monate nach der Bundestagswahl haben die BündnispartnerInnen Familienbund der Katholiken (FDK), Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschlands (KAB), Kolpingwerk Deutschland, Katholische Landvolkbewegung Deutschlands (KLB) und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) ihre Forderungen an die neue Bundesregierung für eine solidarische und gerechte Weiterentwicklung der gesetzlichen Rente bekräftigt.

Mit der Postkartenaktion „Jetzt die Weichen stellen und Altersarmut bekämpfen!“ macht sich das Bündnis für eine Rentenreform stark, die durch eine Sockelrente für alle Erwerbstätigen Altersarmut verhindern soll. Zudem soll durch das Modell die Kindererziehung besser anerkannt und die Pflegezeiten auch nach dem Renteneintritt stärker berücksichtigt werden.
Die Postkartenaktion wurde am Tag nach der Bundestagswahl im September gestartet: Kostenfrei können Mitglieder der teilnehmenden Verbände Karten beziehen und an wieder- oder neu- gewählte Abgeordnete schicken, um sie für die Forderungen des Rentenbündnisses zu gewinnen. Bisher sind über 260.000 Karten bestellt worden. Aus dem Bistum Würzburg sind ebenfalls eine unbekannte Anzahl an Karten bestellt und verschickt worden - zum Beispiel an die Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz, die auch persönlich darauf geantwortet hat. Das Thema interessiere sie sehr und sie beschäftige sich regelmäßig damit, wie die Bundestagsabgeordnete in ihrem Brief sagt. So habe sie Mitte September bei der von der KAB organisierten Podiumsdiskussion in Aschaffenburg zum Thema mitdiskutiert. Lindholz sieht im Rentenmodell der Katholischen Verbände einen „interessanten Vorschlag zur Weiterentwicklung des Alterssicherungssystems“. Das Modell habe schon in den vergangenen Jahren sehr viel Beachtung gefunden und sie begrüße es, dass die katholischen Verbände sich des wichtigen Themas mit einem eigenen Modell angenommen hätten. „Mit den neuesten Modifikationen ist dieses Modell ein erwägenswerter Vorschlag, der intensiv diskutiert wurde und mit Sicherheit auch in Zukunft die Diskussionen um das Thema Rente mitbestimmen wird“, so Lindholz. „Mit dem Modell sind eine Reihe von Vorteilen verbunden, die man bei anderen Vorschlägen so nicht findet. Für sie noch offene Fragen stünden dennoch weiterhin im Raum. So sei beispielsweise die lange Übergangszeit, die eine Umstellung auf das Modell benötige, für sie problematisch. Und auch die Frage nach der Finanzierung sei ihrer Auffassung nach nicht klar - führe doch das Modell zu Entlastungen für die Arbeitnehmer und belaste gleichzeitig alle Steuerzahler.
Trotz den noch offenen Fragen sieht Lindholz auch viel Potential: „Das Rentenmodell der katholischen Verbände kann wichtige Denkanstöße liefern.“ Es soll auch weiterhin im Gespräch bleiben und die gesamte Wirkweise des Modells analysiert werden. Wir freuen uns darauf!

Zum Hintergrund der Postkartenaktion:
Das Rentenbündnis katholischer Verbände vertritt seit über 15 Jahren ein eigenes, durch das Münchner ifo-Institut geprüftes dreistufiges Modell zur Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung. Weitere Informationen findet man auf www.buendnis-sockelrente.de.


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